Seitenanfang

Jazzfestival ehrt heimischen Jazz

Der Saxofonist, Klarinettist und Komponist Florian Walter erhält den Westfalen-Jazz-Preis 2019. Der aus Hamm stammende Instrumentalist gilt als Klangforscher, der nach neuen Wegen sucht, Sounds, Töne und Geräusche zu konstruieren.

Der Saxofonist, Klarinettist und Komponist Florian Walter. Fotonachweis Florian Walter: Sabine Niggemann

Beim 27. Internationalen Jazzfestival Münster wird er am Samstag, 5. Januar, gleich zweimal zu erleben sein: Mit seinem Projekt „Feldmodul" nachmittags im Kleinen Haus beim Preisträger-Konzert und abends, wenn er im Großen Haus die Auszeichnung entgegennimmt.

Die Jury aus Festival-Leiter Fritz Schmücker und den Programmmachern Waldo Riedel vom Domicil in Dortmund und Lena Jeckel vom Bunker Ulmenwall in Bielefeld zeichnet Florian Walter vor allem für seine Kreativität aus. „Er ist konsequent auf der Suche nach neuen künstlerischen Wegen und musikalischen Ausdrucksformen und legt großes Augenmerk auf Formate unter Einbeziehung des situativen Kontextes auch jenseits einer klassischen Konzertsituation", so die Juroren in der Begründung.

Seit 1994 würdigt der Westfalen-Jazz-Preis Musikschaffende mit Bezug zu Westfalen. Ausgelobt wird er vom Internationalen Jazzfestival Münster, dem Bunker Ulmenwall in Bielefeld und dem Domicil Dortmund.

 

Über den Westfalen-Jazz-Preis

Angesprochen sind Musikerinnen und Musiker der Musiksparte „zeitgenössischer Jazz“, die in Westfalen leben, in Westfalen geboren sind oder in Westfalen nachweislich einen prägenden Teil ihres Lebens verbracht haben. In einem Nominierungsverfahren kürt eine Fachjury den Preisträger bzw. die Preisträgerin.

Der Preis besteht aus einer dreiteiligen Konzertreihe für den Preisträger / die Preisträgerin (solo oder mit Gruppe). Sie beginnt mit dem Internationalen Jazzfestival in Münster und findet dann in den beiden Jazzclubs, Domicil Dortmund und Bunker Ulmenwall Bielefeld, ihre Fortsetzung.

Die Preisträger des Westfalen-Jazz-Preises seit 1994:

  • Trio Griener/Schweitzer/Sudmann (1994)*
  • Axel Zinowsky Quartett (1994)*
  • Lutz Potthoff Trio feat. Andreas Wahl (1994)*
  • Quintessence Saxophon Quintett (1997)**
  • Duo Songlines: Sebastian Altekamp/Wolfgang Bleibel (1999)**
  • Sieben (2001)**
  • Alien Drum and Bass Foundation (2003)**
  • Die Konferenz (2005)**
  • Pablo Held (2009)***
  • Barbara Buchholz (2011)***
  • Frederik Köster (2013)***
  • Michael Schiefel (2015)***
  • Eva Klesse (2017)***

ausgewählt u. a. von folgenden Jury-Mitgliedern:

Werner Wunderlich (Südwestfunk), Dr. Eva Küllmer (WDR / Netzwerk Jazz und improvisierte Musik), Uli Beckerhoff (Jazzmusiker), Markus Müller (Jazzthetik), Michael Klein (Programmschreiber Jazzfestival Münster / Journalist), Frank Schraven (Ex-Chefredakteur Jazzthetik), Manfred Wex (Veranstalter Jazz im Kunstverein / Musiker), Fritz Schmücker (Jazzfestival Münster), Claus Gnichwitz (WDR / HR), Michael Neumann (Münstersche Zeitung), Joachim Weis (Jazzthetik), Dr. Bernd Hoffmann (WDR Köln), Karsten Mützelfeldt (freier Journalist / WDR), Lars Motel (Fachbereichsleiter Jazz), Kornelia Vossebein (Programmchefin Bunker Ulmenwall, Bielefeld), Waldo Riedl (ProgrammchefJazzclub Domicil Dortmund), Carsten Nolte (Bunker Ulmenwall), Lena Jeckel (Buncker Ulmenwall)

* Preisstifter: Spedition Laarmann (namentlich Raimund Unkhoff) und die "Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit e.V."
** Preisstifter: Spedition Laarmann (namentlich Raimund Unkhoff)
*** Preisstifter: Imorde Projekt- und Kulturberatung GmbH (namentlich Jens Imorde)

Stichworte: Diesem Artikel sind folgende Tags zugeordnet. Ähnliche Themen finden Sie nach einem Klick.

Ein Festival der Partner: